Erstkonfiguration

Damit die Software zu deinen Anforderungen passt, musst du zunächst ein paar grundlegende Einstellungen treffen.

1. Stammdaten zu deinem Unternehmen

Ziel: Hinterlegen aller grundlegenden Unternehmensdaten, die automatisch auf Dokumenten (Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung etc.) als Absender erscheinen, sowie Anpassen des visuellen Auftritts (Logo, Briefpapier, App-Icons).

Pfad in der Software: Einstellungen → Stammdaten / Branding

1.1 Firmenadresse hinterlegen

1. Öffnen Sie Einstellungen → Stammdaten.

2. Tragen Sie im Abschnitt Firmenadresse folgende Felder ein:

  • Firmenname — vollständiger Name, wie er auf allen Dokumenten erscheinen soll
  • Straße und Hausnummer
  • PLZ und Ort

3. Speichern Sie die Eingaben.

Tipp: Der Firmenname wird auf Rechnungen und Angeboten standardmäßig als Absender verwendet. Achten Sie auf die exakte rechtliche Schreibweise (z. B. „GmbH“, „UG (haftungsbeschränkt)“).

1.2 Kontaktdaten erfassen

Im Abschnitt Kontaktdaten ergänzen Sie:

  • Telefonnummer
  • Faxnummer (optional)
  • E-Mail — zentrale Geschäftsadresse
  • Webseite

Diese Angaben erscheinen typischerweise im Briefkopf oder in der Fußzeile von ausgehenden PDFs.

1.3 Bankverbindung hinterlegen

Der Abschnitt Bankverbindung wird vor allem für Rechnungen benötigt:

  • Kontonummer
  • Bankleitzahl
  • Institut
  • BIC
  • IBAN

Wichtig: Ohne korrekte IBAN/BIC werden Rechnungen ohne Zahlungsangaben verschickt.

1.4 Rechtliche Daten ergänzen

Im Abschnitt Rechtliche Daten tragen Sie alle juristisch relevanten Informationen ein:

  • Steuernummer
  • USt-Identifikationsnummer
  • Finanzamt
  • Handelsregisternummer
  • Handelsgericht
  • Geschäftsführer

Wichtig: Diese Angaben sind für Rechnungen gemäß § 14 UStG verpflichtend.

1.5 Branding einrichten

Wechseln Sie zu Einstellungen → Branding. Hier konfigurieren Sie das visuelle Erscheinungsbild in drei Bereichen.

1.5.1 Briefpapier (PDFs)

Drei Bilder können hochgeladen werden:

  • Firmenlogo (190 × 90 px) — wahlweise auf Dokumenten einsetzbar; standardmäßig ohne Auswirkung
  • Briefkopf (1240 × 236 px) — wird standardmäßig als Briefkopf auf allen PDFs verwendet
  • Fußnote (1240 × 278 px) — wird standardmäßig als Fußzeile auf allen PDFs verwendet

Tipp: Briefkopf und Fußnote sollten Adresse, Kontaktdaten und ggf. Bankverbindung visuell enthalten — diese erscheinen dann gestaltet auf jedem PDF.

1.5.2 Timecount Weboberfläche

Drei Bilder können hochgeladen werden:

  • Firmenlogo — wird auf dem Login-Screen angezeigt
  • E-Mail Kopfzeile (1920 × 226 px) — wird als Kopfzeile bei E-Mail-Versand verwendet (sollte das Logo enthalten)
  • System-Hintergrund — Hintergrundbild des Login-Screens

1.5.3 Timecount Terminal (Mitarbeiter-App)

Wenn Mitarbeiter die App über den Browser (firmenname.timecount.de/app) öffnen und als Home-Screen-Verknüpfung speichern, gelten folgende Einstellungen:

  • Voller Titel
  • Titel Startbildschirm
  • Beschreibung
  • Terminal-Icon (512 × 512 px)
  • Terminal-Hintergrundbild (1500 × 1500 px)

1.6 E-Mail-Versand konfigurieren (SMTP)

Damit ausgehende E-Mails von der eigenen Domain verschickt werden (und nicht von support@timecount.com), hinterlegen Sie SMTP-Daten:

1. Öffnen Sie Einstellungen → Schnittstellen → E-Mail Gateway.

2. Tragen Sie unter SMTP Einstellungen ein:

  • SMTP Server, SMTP Port
  • SMTP User, SMTP Passwort
  • Verschlüsselung (STARTTLS oder TLS/SSL)
  • SMTP Authentifizierung (Plain, Login oder CRAM-MD5)

3. Unter Standard E-Mail Einstellungen definieren Sie Absender, optionales CC und BCC.

Dringend empfohlen: Eigene SMTP-Daten eintragen. Ohne diese werden alle E-Mails mit Absender support@timecount.com verschickt.

1.7 Systemeinstellungen prüfen

Unter Einstellungen → System lassen sich grundlegende Verhaltensweisen festlegen:

  • Supportzugang (Schalter) — aktivieren, damit Timecount Support auf den Account zugreifen kann
  • Automatisches Schließen — nach wie vielen Monaten Zeitwirtschaftsmonate automatisch geschlossen bzw. gesperrt werden
  • Datenschutz — automatische Anonymisierung nach Austritt, Aufbewahrungsfristen

2. Tarife

Ziel: Festlegen der Vergütungsstruktur (Entgeltgruppen, Stundensätze, Zuschläge) sowie der Zeitzonen, in denen Zuschläge greifen.

Pfad in der Software: Einstellungen → Tarife / Zonenpakete / Globale Entgeltgruppen

Reihenfolge: Zuerst die Zonenpakete, dann die Tarife mit Entgeltgruppen, optional zum Schluss Globale Entgeltgruppen für tarifübergreifende Zuordnungen (z. B. Equal Pay).

2.1 Zonenpaket anlegen

Ein Zonenpaket definiert, wann Zuschläge (Nacht, Sonntag, Feiertag) gelten.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Zonenpakete.

2. Klicken Sie oben auf Neu.

3. Geben Sie im Reiter Allgemein einen Titel ein (z. B. „Standard Deutschland“) und setzen Sie die Sichtbarkeit auf „Sichtbar“.

4. Wechseln Sie zum Reiter Feiertags-Import:

  • Aktivieren Sie Auto Import.
  • Wählen Sie Staat (z. B. Deutschland) und Land/Region (z. B. Bayern). Die gesetzlichen Feiertage werden automatisch in die Feiertagszone übernommen.

5. Wechseln Sie zum Reiter Zonen und prüfen Sie die Standardzonen:

  • Nachtzone — Beispiel: täglich 23:00–06:00
  • Sonntagszone — Beispiel: Sonntag 00:00 bis Montag 00:00
  • Feiertagszone — wird aus dem Auto-Import befüllt

6. Im Abschnitt Akkumulierende Zuschläge legen Sie fest, ob sich Zuschläge addieren.

7. Klicken Sie auf Aktionen → Zonenpaket abschließen, sobald alle Zonen gepflegt sind. Nur abgeschlossene Zonenpakete können in Tarifen, Kunden- und Projektakten ausgewählt werden.

Tipp: Über Aktionen → Duplizieren lässt sich ein bestehendes Zonenpaket als Vorlage kopieren, z. B. um regionale Varianten (Bayern, NRW) abzubilden.

2.2 Tarif anlegen

In Timecount können neue Tarife nur auf Basis bestehender Tarife erstellt werden (Berechnungslogiken sind komplex und werden vom Support hinterlegt).

1. Öffnen Sie Einstellungen → Tarife.

2. Klicken Sie oben auf Neu. Rechts erscheint das Formular Neuer Tarif.

3. Füllen Sie das Formular aus:

  • Titel — sprechender Name (z. B. „Hauseigener Tarif Wachdienst“)
  • Einstellungen erben von — bestehenden Tarif als Vorlage wählen
  • Export-Schlüssel — Kopieren / Nicht kopieren
  • Entgeltgruppen — Kopieren / Nicht kopieren
  • Berechnungslogiken — Referenzieren (empfohlen) / Kopieren / Nicht kopieren
  • Automatische Zeiteinträge — Referenzieren / Kopieren / Nicht kopieren

4. Speichern Sie den neuen Tarif.

Tipp: Bei Referenzieren werden spätere Änderungen am Ursprungstarif automatisch übernommen — sinnvoll bei abgeleiteten Tarifen.

2.3 Tarifeinstellungen pflegen

Wählen Sie den angelegten Tarif in der Tabelle aus. Rechts erscheinen die Reiter Allgemein, Einstellungen, Entgeltgruppen und Berechnungslogiken.

Im Reiter Einstellungen konfigurieren Sie:

  • Entgeltgruppe gemäß Besserstellungsgrundsatz wechseln — bei Aktivierung wird automatisch die besser vergütete Entgeltgruppe angewandt
  • Monats-Summen-Strategie — „Zeitkontoeinträge summieren“ oder „Tagessalden summieren“
  • Zonenpaket — wählen Sie das in 2.1 angelegte Zonenpaket

Bei aktivem Equal-Pay-Feature erscheint zusätzlich der Abschnitt Equal Pay:

  • Equal Pay Zählung zurücksetzen nach Tagen (Standard: 91)
  • Equal Pay anwenden nach Tagen (Standard: 270)
  • Equal Pay Vorwarnung in Tagen (Standard: 0)
  • Equal Pay Warnungstyp — „Negativ“ oder „Blockiert“
  • Höchstüberlassungsdauer in Tagen (Standard: 540, gesetzlicher AÜG-Wert)
  • Höchstüberlassungsdauer Vorwarnung (Standard: 30)
  • Höchstüberlassungsdauer Warnungstyp — „Negativ“ oder „Blockiert“

2.4 Entgeltgruppen anlegen

Im Reiter Entgeltgruppen des Tarifs:

1. Klicken Sie auf Neue Entgeltgruppe erstellen.

2. Füllen Sie aus:

  • Bezeichnung (z. B. „EG1 — Sicherheitsmitarbeiter“)
  • Sichtbarkeit — Sichtbar
  • Globale Entgeltgruppe — optional (siehe 2.5)

3. Speichern.

4. Innerhalb der Entgeltgruppe legen Sie eine oder mehrere Gültigkeiten an (Neue Gültigkeit erstellen):

  • Gültig ab — Datum, ab dem dieser Eintrag greift
  • Erfahrungsstufe — numerisch
  • Ab Monate Berufserfahrung — ab wie vielen Monaten Berufserfahrung der Eintrag greift
  • Stundensatz (€) — tatsächlich gezahlter Stundenlohn
  • Tarifgrundlohn (€) — tarifvertraglich vorgeschriebener Mindestlohn (Differenz zum Stundensatz = außertarifliche Zulage / ATZ)
  • Zuschläge (Standard-, Nacht-, Sonntags-, Feiertagszone) — in % oder als €-Betrag

Beispiel: Tarifgrundlohn 13,00 €, Stundensatz 15,00 € → ATZ = 2,00 €. Diese Trennung ist für die Lohnabrechnung (DATEV/LODAS) entscheidend.

2.5 Globale Entgeltgruppen (für Equal Pay)

Globale Entgeltgruppen sind das verbindende Glied zwischen Entgeltgruppen verschiedener Tarife. Bei Equal Pay erkennt das System darüber, welche Entgeltgruppe im Kundentarif der eigenen Entgeltgruppe entspricht.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Globale Entgeltgruppen.

2. Klicken Sie auf Neu und tragen Sie eine Bezeichnung ein (z. B. „GE1 — Wachmann ohne Qualifikation“).

3. Weisen Sie diese globale Entgeltgruppe sowohl im hauseigenen Tarif als auch im Kunden-/Equal-Pay-Tarif der jeweils passenden Entgeltgruppe zu.

Wichtig: Eine globale Entgeltgruppe darf innerhalb eines Tarifs nur einer einzigen Entgeltgruppe zugeordnet werden. Die Zuordnung ist nur möglich, solange der Tarif noch nicht verwendet wurde.

3. Tätigkeiten & Qualifikationen

Ziel: Anlegen aller Tätigkeiten, die ein Mitarbeiter ausführen kann, sowie der Qualifikationen, die für diese Tätigkeiten erforderlich sind.

Pfad in der Software: Einstellungen → Qualifikationen / Tätigkeiten

Reihenfolge: Zuerst Qualifikationen anlegen, danach Tätigkeiten, weil Tätigkeiten Qualifikationen als Voraussetzung referenzieren.

3.1 Qualifikationen anlegen

Qualifikationen werden Mitarbeitern in deren Akte zugewiesen und können in der Personalplanung als Voraussetzung für Schichten und Tätigkeiten definiert werden.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Qualifikationen.

2. Klicken Sie oben auf Neu.

3. Im Abschnitt Sichtbarkeit wählen Sie „Sichtbar“.

4. Im Abschnitt Qualifikation tragen Sie ein:

  • Bezeichnung (z. B. „Sachkundeprüfung §34a GewO“)
  • Abkürzung (z. B. „§34a“)
  • Eingeschlossene, niederrangigere Qualifikationen — Qualifikationen, die durch diese implizit miterfüllt sind
  • Relevanz — Ziffernfeld zur hierarchischen Einordnung

5. Speichern.

Wiederholen Sie diesen Schritt für alle relevanten Qualifikationen (Erste-Hilfe, Brandschutzhelfer, Führerschein-Klassen, branchenspezifische Scheine etc.).

Tipp: Qualifikationen mit Ablaufdatum (z. B. Erste-Hilfe-Schein) können in Verbindung mit Caveats zu rechtzeitigen Warnungen vor Ablauf führen. Konfiguration über Timecount Support.

3.2 Tätigkeiten anlegen

Tätigkeiten werden in der Personalplanung Positionen zugewiesen und sind die Basis für Verrechnungssätze (siehe Kapitel 4).

1. Öffnen Sie Einstellungen → Tätigkeiten.

2. Klicken Sie oben auf Neu.

3. Tragen Sie ein:

  • Sichtbarkeit — Sichtbar
  • Titel — Bezeichnung der Tätigkeit (z. B. „Objektschutz“, „Empfangsdienst“, „Veranstaltungsschutz“)
  • Qualifikationen — Multi-Auswahl der mindestens erforderlichen Qualifikationen

4. Speichern.

3.3 Tätigkeiten hierarchisch ordnen

Tätigkeiten lassen sich in der Listenansicht per Drag & Drop hierarchisch anordnen — sinnvoll, um z. B. eine Hauptkategorie „Objektschutz“ mit Unterkategorien „24/7 Objektschutz“ und „Streifendienst“ darzustellen. Die Hierarchie wirkt sich auf Auswertungen und Sortierungen aus.

4. Verrechnung & Preise

Ziel: Festlegen der Preise, zu denen Tätigkeiten dem Kunden in Rechnung gestellt werden — inklusive Zuschlägen, Materialien und Textvorlagen für Aufstellungen.

Pfad in der Software: Einstellungen → Preisgruppen / Materialien / Zahlungskonditionen / Aufstellungstypen

Voraussetzung: Tätigkeiten (Kapitel 3) sind bereits angelegt.

4.1 Preisgruppe anlegen

Eine Preisgruppe ist eine Preisliste — eine Sammlung von Verrechnungssätzen für Tätigkeiten. Sie kann Kunden- und Projektakten zugewiesen werden.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Preisgruppen.

2. Klicken Sie oben auf Neu.

3. Im Abschnitt Sichtbarkeit wählen Sie „Sichtbar“.

4. Im Abschnitt Allgemein tragen Sie eine Bezeichnung ein (z. B. „Standardpreise 2026″ oder „Großkundenpreise“).

5. Speichern.

4.2 Verrechnungssätze hinterlegen

Innerhalb der Preisgruppe legen Sie pro Tätigkeit einen Verrechnungssatz an:

1. Im Abschnitt Verrechnungssätze klicken Sie auf Neuen Verrechnungssatz anlegen.

2. Füllen Sie aus:

  • Tätigkeit — Tätigkeit, für die der Satz gilt
  • Erfahrungsstufe — optional, zur Differenzierung nach Mitarbeitererfahrung
  • Mehrwertsteuersatz — in der Regel 19 %
  • Abrechnungsart — Stundensatz oder Tagessatz
  • Stundensatz / Tagessatz — Basispreis
  • Zuschläge (Nacht, Sonntag, Feiertag) — prozentualer Aufschlag auf den Basissatz

3. Speichern.

Wiederholen Sie diesen Schritt für jede Tätigkeit, die in dieser Preisgruppe abrechenbar sein soll.

Wichtig: Die Verrechnungszuschläge sind unabhängig von den Lohnzuschlägen im Tarif. Verrechnungszuschläge bestimmen, was dem Kunden berechnet wird; Tarifzuschläge bestimmen, was der Mitarbeiter erhält.

4.3 Materialien (Vorlagen für sonstige Posten) anlegen

Materialien dienen als Vorlagen für „Sonstige Posten“ in Aufstellungen — z. B. Anfahrtspauschalen, Geräte, Verbrauchsmaterial.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Materialien.

2. Klicken Sie auf Neu.

3. Tragen Sie ein:

  • Sichtbarkeit — Sichtbar
  • Bezeichnung (z. B. „Anfahrtspauschale“)
  • Abteilung / Nebenabteilungen — falls relevant
  • Einheit (z. B. „km“, „Stück“, „Pauschale“)
  • Stückpreis
  • MwSt — i. d. R. 19 %
  • Beschreibung — optional

4. Speichern.

4.4 Zahlungskonditionen (Textvorlagen für Aufstellungen)

Zahlungskonditionen sind Textvorlagen, die Kunden- oder Projektakten zugewiesen werden. Sie definieren Titel und Abschlusstexte pro Aufstellungstyp.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Zahlungskonditionen.

2. Klicken Sie auf Neu.

3. Tragen Sie ein:

  • Sichtbarkeit — Sichtbar
  • Bezeichnung (z. B. „Standard 14 Tage netto“)
  • Zahlungsziel (Zahl, z. B. 14)

4. Pflegen Sie Titel- und Abschlusstext pro Aufstellungstyp:

  • Planung — Titel & Abschlusstext
  • Personalliste — Titel & Abschlusstext
  • Angebot — Titel & Abschlusstext
  • Auftragsbestätigung — Titel & Abschlusstext
  • Rechnung — Titel & Abschlusstext

5. Speichern.

Tipp: In Titel und Abschlusstexten können Variablen verwendet werden (z. B. Kundenname, Projektbezeichnung, Rechnungsdatum). Die verfügbaren Variablen werden im Eingabefeld eingeblendet.

4.5 Aufstellungstypen konfigurieren (Nummernkreise)

Damit Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen sauber durchnummeriert werden:

1. Öffnen Sie Einstellungen → Aufstellungstypen.

2. Wählen Sie einen Aufstellungstyp aus (z. B. „Rechnung“).

3. Pflegen Sie:

  • Bezeichnung
  • Präfix (z. B. „RE-“ oder „2026-„)
  • Nächste Nummer (z. B. 1001 als Startwert)
  • Zusatz — optional

4. Speichern.

Tipp: Startnummern, die nicht bei 1 anfangen (z. B. 10001), wirken auf den ersten Rechnungen professioneller.

5. Rollen & Abteilungen

Ziel: Definieren der organisatorischen Struktur und der Zugriffsrechte, damit Nutzer nur sehen und bearbeiten, was für ihre Aufgabe relevant ist.

Pfad in der Software: Einstellungen → Abteilungen / Rollen / Benutzerkonten (Verwaltung)

Reihenfolge: Zuerst Abteilungen, danach Rollen, zum Schluss Benutzerkonten — Benutzerkonten benötigen beides als Auswahlfelder.

5.1 Abteilungen anlegen

Abteilungen dienen zur Zuordnung von Mitarbeitern, Kunden und Projekten zu Bereichen, Standorten oder Firmierungen. Über Abteilungen kann der Datenzugriff von Nutzern eingegrenzt werden.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Abteilungen.

2. Klicken Sie oben auf Neu.

3. Tragen Sie ein:

  • Sichtbarkeit — Sichtbar
  • Titel (z. B. „Standort München“, „Wachdienst“, „Veranstaltungsservice“)
  • Schlüssel — eindeutiger Kurzcode (z. B. „MUC“, „WAS“)
  • Icon und Farbe — visuelle Kennzeichnung in Listen und Akten
  • Verknüpftes Unternehmen — wählen Sie aus den angelegten Firmenakten, falls Sie mehrere Firmierungen haben

4. Speichern.

Tipp: Auch bei nur einem Standort ist mindestens eine „Hauptabteilung“ sinnvoll — manche Filter und Auswertungen setzen auf Abteilungen auf.

5.2 Rollen anlegen

Eine Rolle bündelt Berechtigungen, die einem Nutzer zugewiesen werden.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Rollen.

2. Klicken Sie auf Neu.

3. Geben Sie der Rolle einen Titel (z. B. „Disponent“, „Buchhaltung“, „Personalleitung“).

4. Pflegen Sie pro Ressource (Mitarbeiter, Kunden, Projekte, Rechnungen, Tarife, Zeitkonten, Qualifikationen etc.) die Berechtigungsstufe:

  • Lesen (read) — Daten einsehen, nicht verändern
  • Bearbeiten (upsert) — lesen, erstellen und bearbeiten
  • Verwalten (manage) — Vollzugriff (lesen, erstellen, bearbeiten, löschen)
  • Kein Zugriff — Ressource ist für den Nutzer nicht sichtbar

5. Optional: blenden Sie UI-Elemente aus oder definieren Sie Routing-Einschränkungen (welche Bereiche der Software aufgerufen werden dürfen).

6. Speichern.

Beispiel-Rolle „Disponent“: Mitarbeiter — Lesen; Projekte — Bearbeiten; Personalplanung — Verwalten; Rechnungen — Kein Zugriff; Tarife — Lesen; Einstellungen — Kein Zugriff.

5.3 Benutzerkonten anlegen (Verwaltung)

Diese Konten sind für interne Mitarbeiter (Disponenten, Buchhaltung etc.), die in der Weboberfläche von Timecount arbeiten.

1. Öffnen Sie Einstellungen → Benutzerkonten (Verwaltung).

2. Klicken Sie oben in der Menüleiste auf Neu.

3. Füllen Sie das Formular aus:

  • E-Mail — Login-Adresse, zugleich Empfangsadresse für Zugangsdaten
  • Titel — Unbekannt / Firma / Herr / Frau / Divers
  • Kürzel — z. B. „MM“ für Max Mustermann
  • Vorname und Nachname
  • Sprache — Deutsch / Englisch / Übersetzungskeys
  • Abteilungen — eine oder mehrere; bestimmt, auf welche Akten der Nutzer Zugriff hat
  • Rolle — wählen Sie eine der unter 5.2 angelegten Rollen
  • Login gültig bis — optional, für temporäre Zugänge

4. Speichern. Der Nutzer erhält automatisch eine E-Mail mit Zugangsdaten.

Sicherheitshinweis: Empfehlen Sie jedem neuen Nutzer, die Zwei-Faktor-Authentifizierung im eigenen Benutzerkonto zu aktivieren (Einstellungen → Benutzerkonto).

5.4 Mitarbeiter-Benutzerkonten (App-Zugänge)

Für Mitarbeiter, die ausschließlich die Mitarbeiter-App verwenden:

1. Öffnen Sie Einstellungen → Mitarbeiter-Benutzerkonten.

2. Klicken Sie auf Neu.

3. Tragen Sie ein:

  • Mitarbeiter — wählen Sie die zugehörige Mitarbeiterakte
  • E-Mail — Login-Adresse für die App
  • Sprache
  • Login gültig bis — optional

4. Speichern. Der Mitarbeiter erhält eine E-Mail mit Zugangsdaten.

5.5 Fremdfirmen-Benutzerkonten (optional)

Wenn Sie mit Fremdfirmen arbeiten, die Zugriff auf die App benötigen:

1. Öffnen Sie Einstellungen → Fremdfirmen-Benutzerkonten → Neu.

2. Wählen Sie die Fremdfirma und tragen Sie E-Mail, Name, Sprache und optionales Gültigkeitsdatum ein.

Checkliste Kapitel 5

  • Abteilungen angelegt (mind. eine Hauptabteilung)
  • Verknüpfung zu Firmenakten gesetzt (bei mehreren Firmierungen)
  • Rollen mit Berechtigungsstufen definiert
  • Benutzerkonten (Verwaltung) angelegt und Rollen/Abteilungen zugewiesen
  • App-Zugänge für Mitarbeiter eingerichtet
  • 2-Faktor-Authentifizierung empfohlen / aktiviert

Abschluss der Erstkonfiguration

Nach Abschluss aller fünf Kapitel ist Ihre Timecount-Installation einsatzbereit für die fachliche Arbeit:

  • Mitarbeiterakten anlegen und mit Tarifen, Entgeltgruppen und Qualifikationen befüllen
  • Kunden- und Projektakten erstellen
  • Personalplanung und Zeiterfassung starten
  • Aufstellungen (Angebote, Rechnungen) generieren

Bei Fragen zu erweiterten Features (Equal Pay, XRechnung, DATEV-Schnittstelle, Serienprojekte, OAuth-Anwendungen etc.) wenden Sie sich an den Timecount Support — viele dieser Features werden pro Account aktiviert und konfiguriert.